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Die Top-Risiken 2022

Fast zeitgleich haben der Versicherer Allianz und der Versicherungsmakler WTW die Top-Risiken für Unternehmen publiziert. Der Allianzbericht basiert auf ihrer jährlichen Umfrage. WTW macht sich Gedanken zu dem, was auf die Unternehmen zukommt.

Die zwei Top-Risiken in der Schweiz gemäss dem Allianz Risk Barometer sind: 

1. mit 61 %: Cyber-Vorfälle
2. mit 57 %: Betriebsunterbrechungen

Besonders „doppelte Erpressungstaktiken“ seien ein besorgniserregendes Cyber-Risiko. Immer öfter beschränkten sich Cyberkriminelle nicht nur auf das Erpressen von Lösegeld nach Verschlüsselung von Daten, sondern drohten nachfolgend auch mit Veröffentlichung sensibler Daten, wenn nicht nochmals gezahlt werde.

Cyber-Vorfälle führen zu Betriebsstörungen und Unterbrechungen. Somit bleibt das auch 2022 ein wichtiges Risikothema. Für die meisten Unternehmen ist die grösste Angst, ihre Produkte nicht herstellen oder ihre Dienstleistungen nicht erbringen zu können.

Grösster Aufsteiger bei den Top-Risiken ist neben Marktveränderungen der Klimawandel (Platz 5 mit 17 %). Neu in den Top-Ten sind das Risiko von Fachkräftemangel, das auf Platz 7

rangiert (12%), sowie die Sorgen vor dem Ausfall kritischer Infrastruktur (Platz 9 mit 11 %) und Reputationsverlust (Platz 9 mit 11 %). Die Sorgen vor Covid-19 oder einer anderen Pandemie beschäftigen die Unternehmen deutlich weniger als noch 2021 (Platz 6 mit 15%).

WTW empfiehlt, die Antizipation der folgenden Risiken für die eigene Organisation.

1. ESG: Nachhaltigkeitsverpflichtungen
2. Klimarisiken
3. Cyber-Gefahren
4. Politische Risiken
5. Pandemie bedroht Stabilität in Unternehmen

Es sei Aufgabe der Risk-Manager, die möglichen Folgen dieser Risiken abzuschätzen und im Rahmen einer Gesamt-Risikostrategie abzusichern.

Fazit des WTW-Risikoexperten Pahl: „Man muss sich früh mit den neuen Risiken beschäftigen und in die Prävention investieren. Nur wer vorausschauend handelt, kann sich ausreichend absichern.”

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